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TRAILER: „800“ (DAS THEATERSTÜCK)

vom 06.07.2022

FEIERFREUDIGE URAUFFÜHRUNG UND OPEN-AIR-SPEKTAKEL NOCH BIS 7. JULI

SOMMERTHEATER „800“ (DAS THEATERSTÜCK) IM GEORG-GASSMANN-STADION

 

Die Stadt Marburg wird 800 Jahre alt - das wird groß gefeiert: das Hessische Landestheater Marburg präsentiert mit der Uraufführung von „800 (DAS THEATERSTÜCK) oder Rosenwunder Premium Reloaded“ ein ganz besonderes Sommertheaterevent und gleich den nächsten Höhepunkt im Jubiläumsjahr.  Eine theatrale Liebeserklärung an die Stadt Marburg sollen die Aufführungen sein. Noch bis zum 7. Juli erwartet Sie „feierfreudiges Open-Air-Spektakel und einen liebevoll-heiteren und doch tiefgründigen Streifzug durch 800 Jahre Marburg für alle Menschen ab 14 Jahren“, verspricht das Landestheater.

Weitere Aufführungen:  15.6., 16.6., 1.7. , 2.7.  und 7.7. jeweils ab 20.30 Uhr. Karten ab 18 Euro (oder ermäßigt), Theaterkasse, Neustadt 7, oder im Internet. Nach derzeitigem Stand wird neben der Buchung jeweils ein Platz für Abstand freigehalten. Tickets und weitere Termine an der Theaterkasse und über diesen Link.

Gezeigt wird die Show an einem ganz besonderen Ort: im Georg-Gaßmann-Stadion.  Open Air zur Aufführung kommt das extra zum Jubiläum geschriebene Stück von Autorin Anah Filou – der ersten Stadtschreiberin Marburgs.

Für das Jubiläum hat sich das Landestheater mit ihr zusammengetan. Nach Recherchen und weit über 100 Gesprächen mit Menschen der Stadt hat sie sich ans Schreiben gemacht, hat Geschichten und Gedanken verknüpft und einen Text für das Stück gezaubert - als Geburtstagsgeschenk für alle Marburger*innen – aus dem Kopf auf die Bühne – oder besser auf den Rasen im Stadion. 

GROßE BÜHNE FÜR DAS STADTJUBILÄUM

Und zwar auf jeden Fall mit Tanz, Buffet und Dekoration. Das Publikum bekommt eine illustre Runde mit Wollnashorn und „Frau Grin“ über „WegenerA und WegenerB“ sowie „Kommune um Tonja“ bis zu „Juri und Lara“ und der Heiligen Elisabeth zu sehen, die sich unterhaltsam damit befasst, wie Marburg 800 Jahre feiert. Auch die Frage nach dem „Rosenwunder“ darf nicht fehlen und danach, wie Marburg wurde, was es war und was es ist.

Unterstützt wird das Sommerspektakel von fast 100 Menschen aus Marburg und Umgebung: einer siebenköpfigen Band, den „Kontinentalen“, einem Sprechchor, einem Cha-Cha-Cha-Tanzchor, einem Background-Chor, Statist*innen und einer Marching-Band.

Intendantin Carola Unser führt persönlich Regie und ist begeistert von der lokalen Zusammenarbeit: „Seit Januar proben wir mit dem Jugend-Sprechchor. Die jungen Menschen von 15 bis 22 Jahren sind der Hammer.“ Sie haben einen großen Job vor sich, Sprechchöre und Choreografien. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Schulen und aus der Uni seien eine tragende Säule der Inszenierung.  

Choreografin Sophia Guttenhöfer, Schauspielerin Mechthild Grabner und Unser haben intensiv mit ihnen gearbeitet. „Sie sind alle so talentiert – ich bin großer Fan“, verrät die Regisseurin. Die Cha-Cha-Cha-Ladys haben es Carola Unser und Projektleiter Max Linzner ebenfalls angetan. Die Anmeldeflut für die Gruppe mit Spaß an Bewegung sei überwältigend gewesen. „Sie sind, so denke ich, eine Hommage an alle, ja gern auch etwas älteren Frauen dieser Stadt, die die Geschicke von Marburg unfassbar gigantisch mitgestalten.“

STREIFZUG DURCH 800 JAHRE MARBURG

Auch mit dabei: Der Projekt-Chor, der musikalische Fels der Produktion, der stimmgewaltig und sangeslustig den Rahmen mitgestaltet und die Marburg800-Marching-Band – ein Blasorchester der Feuerwehr Marburg unter Leitung von Sergej Wittmann, das für den krönenden Abschluss des Abends sorgt. Ebenfalls mit von der Partie: Die Band und der Backgroundchor mit viel Groove, bekannt aus dem Stück „Hair“. Und zwölf Menschen als Statist*innen, ohne die nichts ginge: Denn das Stadtgeschichtsspektakel braucht genau diese Menschen, die vom Mönch zum Kreuzritter, vom Hippie zum Studierenden oder auch zur Heiligen Elisabeth werden. 

Im Herzen der Produktion steht das Ensemble des Landestheaters. Die Spieler*innen Saskia Boden-Dilling, Mechthild Grabner, Jorien Gradenwitz, Lisa Grosche, Fanny Holzer, Jürgen Helmut Keuchel, Georg Santner, Metin Turan und Marie Wolff werden als Figuren der Stadtgeschichte auftreten. All das auf der Suche nach der perfekten Geburtstagsfeier für ihre Stadt. Regisseurin Carola Unser freut sich mit großem Ensemble zum ersten Mal das Georg-Gaßmann-Stadion mit Theater zu füllen und „hoffentlich zu rocken“.

Hinter den Kulissen haben Bühnenbildnerin, Kostümbildner und alle Gewerke des Landestheaters intensiv daran gearbeitet, das große Open-Air-Spektakel auf die Bühne zu bringen. Mit fantastischen, überdimensionalen Bühnenelementen wie riesigen Marburg-Bildern, die sich zu einer Postkarte der besonderen Art zusammensetzen, fast zwei Meter hohen Köpfen, die Zwingli und Luther zeigen sowie aufwendigen Kostümen. Ausgedacht hat sich das Bühnenbild Stefani Klie. Die Kostüme kommen von Jörn Fröhlich. Hergestellt wird alles von Theatermaler Jonathan Hees, den beiden Schreinern Ralph Hilberg und Jürgen Barth sowie der Kostüm-, Masken- und Requisitenabteilung unter der Leitung von Caterina Marchi, Grit Anders und Margarita Belger.

Die Produktion wird unterstützt durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen im Rahmen des Stadtjubiläum Marburg800 der Stadt Marburg.

TEILHABE FÜR ALLE

Bei allen Vorstellungen wird für blinde und sehbehinderte Gäste Audiodeskription angeboten, die beim Ticketkauf an der Theaterkasse gebucht werden kann. Beim Online-Kauf bitte telefonisch unter (06421) 25608 melden. Die Mitnahme von Führhunden ist möglich, sollte aber beim Kartenkauf angekündigt werden. Angeboten wird auch eine Einführung mit Bühnen- und Kostümbeschreibung.  Treffpunkt hierfür:  Haupteingang, Stadion, 19.20 Uhr.Faszinierende Gestalten der Stadtgesellschaft treffen sich, die es so – oder zumindest so ähnlich – gab, und wollen diese wunderbare Stadt in ihrer Komplexität und Vielfalt feiern. Sie planen: Ein Geburtstagsfest, jawohl, eine Feier, eine ordentliche Sause, und zwar eine außergewöhnliche. Es treten auf: Der Marburger Privatdozent Wegener - Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler –, seine erst posthum anerkannte Theorie der Kontinentalplattenverschiebung inklusive, eine Frau Grin, wobei die Namensähnlichkeit mit zwei Brüdern namens Grimm nicht von der Hand zu weisen ist, und außerdem ein Wollnashorn. Das hat sich wohl in die 800-Jahr-Feierlichkeiten hinein verwirrt, da es ja schon viel früher, es ist mindestens 12.000 Jahre her, in Ockershausen graste.

Und dann ist natürlich auch ein Schauspieler am Start. Wer sollte sonst die Kneipen der Stadt, Emil von Behring, Sophie von Brabant, das Biegeneck, Ulrike Meinhof, Hannah Arendt, Erwin Piscator, Lena Gercke und alle anderen spielen? Die illustre Runde plant und sucht und diskutiert und debattiert, bis zum großen Auftritt: heilige Elisabeth von Thüringen. Und dann ist sie da: Die Frage nach dem Wunder – oder wie es wurde, was es wurde, dieses Marburg.

Das Publikum kann sich freuen auf ein heiteres Schauspiel mit feinsten Formulierungen, fulminanten Choreografien, wilden Wortspielen, mit Cheerleader*innen, Blaskapelle und den Beatles – ja, die waren nie in Marburg, aber fast! Und schön wäre das gewesen, und wunderschön soll es sein! Es wird ein liebevoll-heiter-tiefgründiger Streifzug durch 800 Jahre, der versuchen wird, Marburg aus verschiedensten Perspektiven neu und anders zu erzählen. Eine theatrale Liebeserklärung. An, für und mit allen Marburger*innen.

Regie: Carola Unser
Choreografie: Sophia Guttenhöfer
Bühne: Stefani Klie
Kostüme: Jörn Fröhlich
Musikalische Leitung: Christian Keul
Dramaturgie: Lena CarlePetra Thöring
Theaterpädagogik: Lotta Janßen
Projektkoordination: Max Linzner
Projektleitung: Tom Faber
Kostümassistenz: Cansu Incesu
Audiodeskription: Isabella BrawataMatthias Huber

ES SPIELEN:

Frau Grin – Jorien Gradenwitz
Das Wollnashorn – Mechthild Grabner
Der Schauspieler – Metin Turan
Tonja – Saskia Boden-Dilling
Lara – Lisa Grosche
Juri – Georg Santner*
Elisabeth – Jürgen Helmut Keuchel
Wegener A – Fanny Holzer
Wegener B – Marie Wolff

Lesen Sie hier: die Pressemitteilung zur Spielortvorstellung Georg-Gaßmann-Stadion